Der Blankeneser Ortskern ist eines der wenigen intakten Nahversorgungszentren im Hamburger Westen. Einzelhandel, Gastronomie, Arztpraxen, Apotheken, Dienstleistungen, Wochenmarkt und Veranstaltungen auf dem Marktplatz machen ihn lebendig – für Blankenese und die umliegenden Stadtteile.

Auf Beschluss der Bezirksversammlung Altona hatte ein „Bürger:innenrat“ Vorschläge zur künftigen Mobilität im Blankeneser Ortskern erarbeitet. Die CDU dankt den Teilnehmern ausdrücklich für ihr Engagement. Der Ortsverband Blankenese hat dazu einstimmig eine Stellungnahme beschlossen. Unser Ergebnis: Das Gutachten enthält Anregungen, ist aber kein Umsetzungsauftrag. Es ersetzt keine Verkehrsplanung, keine Parkraumanalyse, keine wirtschaftliche Folgenabschätzung und keine politische Abwägung.

Der zentrale Fehler des Verfahrens: Es wurde über die Belebung des Ortskerns gesprochen, ohne diejenigen ausreichend einzubeziehen, die diese Belebung jeden Tag leisten – Gewerbetreibende, Gastronomen, Praxen, Marktbeschicker und Dienstleister. Ohne sie bleibt jeder Ortskern nur Kulisse. Lebendigkeit entsteht durch Versorgung, Frequenz, Begegnung und funktionierende Angebote vor Ort.

CDU Blankenese und CDU-Fraktion Altona ziehen deshalb an einem Strang. Der Ortsverband arbeitet vor Ort eng mit den Akteuren im Ortskern zusammen. Die Bezirksfraktion trägt diese Perspektive in die Bezirksversammlung. Gemeinsam lehnen wir die vorgeschlagene Sperrung der Blankeneser Bahnhofstraße und der Propst-Paulsen-Straße für den Autoverkehr klar ab – auch als temporären Verkehrsversuch.

Sven Hielscher, Vorsitzender der CDU-Fraktion Altona, bringt es auf den Punkt: „Durch Absperren wurde noch nie ein Ortszentrum für Kunden attraktiver gemacht.“ Gerade Einzelhandel, Gastronomie, Praxen und Dienstleistungen brauchen Erreichbarkeit, Kundenfrequenz, Liefermöglichkeiten und verlässliche Rahmenbedingungen.

Antje Müller-Möller, Wahlkreisabgeordnete und Vorsitzende der CDU Blankenese, betont: „Bürgerbeteiligung ist wichtig. Aber sie muss transparent, fachlich begleitet und ehrlich in ihren Grenzen sein. Sonst stärkt sie nicht das Vertrauen in demokratische Prozesse, sondern führt zu Verdruss.“

Blankenese soll sicher, attraktiv und lebendig sein – aber für alle erreichbar bleiben: für Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer, Familien, Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. 

Unser Maßstab bleibt: Blankenese bleibt lebendig. Blankenese bleibt erreichbar. Keine Sperrung des Ortskerns.