Hamburg ist Hafenstadt und Kulturmetropole zugleich. Anke Frieling hat einen Antrag in die Bürgerschaft eingebracht, mit dem die Kulturorte am Wasser besser miteinander verbunden werden sollten. Der Vorschlag: Eine „Kulturfähre“ als regelmäßige Fährverbindung zwischen den Landungsbrücken, der Elbphilharmonie, dem geplanten Opernneubau am Baakenhöft und dem Deutschen Hafenmuseum. Dafür sollte bereits bei der weiteren Planung der neuen Oper ein Fähranleger mitgedacht werden. Auch der bestehende Standort des Deutschen Hafenmuseums am Schuppen 50A und der geplante Neubau auf dem Grasbrook sollten einbezogen werden. Gemeinsam mit der HADAG sollte geprüft werden, wie eine solche Verbindung in das bestehende Fährnetz integriert werden kann.
Eine Kulturfähre könnte die Erreichbarkeit der Kulturstandorte verbessern und gleichzeitig Hamburgs maritime Identität erlebbar machen – für Hamburgerinnen und Hamburger ebenso wie für Besucherinnen und Besucher.
Der Antrag wurde am 2. September 2026 mehrheitlich abgelehnt. SPD, GRÜNE, LINKE und AfD stimmten gegen den Antrag, die CDU dafür. Der Vorschlag zeigt: Die Elbe kann viel mehr als nur Kulisse. Sie kann Kulturstandorte miteinander verbinden und Teil einer modernen Mobilität sein. Doch Hamburg weigert sich nach wie vor, die Elbe auch als innerstädtischen Verkehrsweg zu denken.
Hier geht es zum Antrag.
