Die jüngsten Anhörungen und Gespräche vor Ort lassen nichts Gutes hoffen für die Umgestaltung der Elbchaussee zwischen Liebermannstraße und Hohenzollernring: Vorgesehen ist ein erheblicher Abbau von Parkplätzen – mit spürbaren Auswirkungen für die Anwohnerinnen und Anwohner, die bereits heute zum Teil weite Wege zurücklegen müssen. Auch die Gastronomie am Elbstrand, die auf eine gute Erreichbarkeit angewiesen ist, ist davon betroffen.
Aus den Problemen in Teufelsbrück scheint der Senat wenig gelernt zu haben – dort gab es gehäuft Unfälle nach Einrichtung des „Kopenhagener Radwegs“. Der geplante Radweg im Bereich Övelgönne birgt nun ähnliche Unfallgefahren, da die Bordsteinkanten insbesondere bei Dämmerung und schlechtem Wetter schwer erkennbar sind. Gleichzeitig erhöhen die vorgesehenen Längsparkplätze gerade in den stark frequentierten Sommermonaten das Risiko sogenannter Dooring-Unfälle zwischen parkenden Autos und Radfahrern.
Wir fordern deshalb seit Jahren eine vernünftige und sichere Alternative: eine parallel verlaufende Fahrradstraße über Bernadottestraße und Holländische Reihe bis zum Altonaer Rathaus. Damit ließe sich der Radverkehr stärken, ohne Anwohnerinnen und Anwohner, Besucher und Gewerbetreibende durch eine massive Parkplatzvernichtung zusätzlich zu belasten. Anke Frieling bringt nun erneut den entsprechenden Antrag in die Bürgerschaft ein. Die Initiativen der Bürgerinnen und Bürger gegen die Planung werden wir aktiv unterstützen.
