In der Bürgerschaftssitzung am 25. März 2026 wurde der Antrag „Hamburgs Vorreiterrolle in der Altersmedizin ausbauen und stationäre geriatrische Rehabilitationsplätze in Hamburg schaffen“ (Drucksache 23/3398) beraten.

Im Mittelpunkt der Debatte stand die Frage, wie Hamburg seine bereits starke geriatrische Versorgung angesichts des demografischen Wandels zukunftsfest weiterentwickeln kann. Der Antrag der Regierungsfraktionen greift dabei eine zentrale Herausforderung auf: Trotz guter Strukturen in der Krankenhausgeriatrie fehlt es bislang an weiterführenden stationären oder teilstationären Rehabilitationsangeboten für ältere Menschen.

In ihrer Rede ordnete Dr. Kaja Steffens den Antrag grundsätzlich als wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Altersmedizin ein, machte zugleich aber deutlich, dass es auf die konkrete Ausgestaltung ankommt. Entscheidend sei, dass der vielfach betonte Grundsatz „Reha vor Pflege“ nicht nur politisch formuliert, sondern auch strukturell tragfähig umgesetzt werde.

Dabei wurde hervorgehoben, dass geriatrische Rehabilitation ein entscheidender Baustein sein kann, um Selbstständigkeit, Mobilität und Lebensqualität älterer Menschen zu erhalten. Gleichzeitig müsse sichergestellt werden, dass neue Angebote tatsächlich bedarfsgerecht entstehen und nicht an den realen Versorgungsstrukturen vorbeigeplant werden.

Kritisch wurde insbesondere angemerkt, dass der Antrag zwar zahlreiche Prüfaufträge enthalte, konkrete Umsetzungswege und belastbare Zeitperspektiven jedoch noch weitgehend offenbleiben. Gerade vor dem Hintergrund bereits bestehender Versorgungsengpässe sei jedoch ein zügiges und verbindliches Vorgehen erforderlich.

Zudem wurde betont, dass eine erfolgreiche Umsetzung nur im engen Zusammenspiel aller Akteure gelingen kann – von Krankenhäusern und niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten über Pflegeeinrichtungen bis hin zu Krankenkassen und dem Medizinischen Dienst. Auch die Sicherstellung von Fachkräften spiele hierbei eine zentrale Rolle. Die Debatte macht deutlich: Der Ausbau der geriatrischen Rehabilitation ist medizinisch sinnvoll und gesundheitspolitisch notwendig. Gleichzeitig braucht es eine realistische Planung, klare Prioritäten und eine verlässliche Finanzierung, damit aus politischen Ankündigungen auch konkrete Verbesserungen für die Menschen in Hamburg entstehen.

Dr. Kaja Steffens wird diesen Prozess weiterhin konstruktiv begleiten und sich dafür einsetzen, dass die Versorgung älterer Menschen in Hamburg nachhaltig gestärkt wird.

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