Gemeinsam mit Antje Müller-Möller war Andreas Grutzeck zu Besuch beim Gehörlosenverband Hamburg e. V.. Christian Ebmeyer und Alexander von Meyenn haben einen spannenden und zugleich nachdenklich stimmenden Einblick in den Alltag gehörloser Menschen gegeben.
Die Gespräche waren offen, ehrlich – und sie haben deutlich gemacht, wie groß die Herausforderungen noch immer sind. Barrierefreiheit ist in Hamburg zwar ein häufig genutztes Schlagwort, im Alltag vieler Betroffener aber leider noch lange keine Selbstverständlichkeit.

Ob undurchsichtige Bürokratie, fehlende Zuständigkeiten oder die ganz praktischen Tücken der Technik: Wer gehörlos ist, stößt viel zu oft auf Hürden, die mit gutem Willen und klaren Regeln vermeidbar wären.

Deutlich wurden zudem Sorgen im Bereich der Polizeiarbeit und des Katastrophenschutzes. Fehlende Kommunikationsmöglichkeiten können im Einsatzfall zu Missverständnisssen und Eskalationen führen, und wenn Warnungen nicht barrierefrei übermittelt werden, besteht die Gefahr, dass gehörlose Menschen in Krisen- und Notsituationen nicht rechtzeitig informiert werden.

Deshalb ist es wichtig, dass dieses Thema parlamentarisch weiterverfolgt wird. Eine SKA ist hierzu bereits in Arbeit, um konkrete Missstände zu benennen und den Senat mit klaren Fragen zu konfrontieren. 

Andreas Grutzeck dazu:

„Barrierefreiheit darf kein Gnadenakt sein, sondern muss Grundprinzip politischen Handelns sein. Wir bleiben an diesem Thema dran – gemeinsam mit den Betroffenen, den Verbänden und allen, die zu Recht erwarten, dass Teilhabe in Hamburg nicht vom Zufall abhängt.“