Das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) ist ein wichtiges Instrument, um Quartiere zu stärken und die Lebensqualität vor Ort nachhaltig zu verbessern. Die Bezirke übernehmen dabei eine zentrale Rolle: Sie entwickeln Projekte, koordinieren deren Umsetzung und tragen einen wesentlichen Teil der Verantwortung.
Eine Große Anfrage der CDU-Bürgerschaftsfraktion (Drs. 23/4670) zeigt aus Sicht der CDU jedoch deutlichen Verbesserungsbedarf bei Transparenz, Vergleichbarkeit und Steuerung. Obwohl sich die RISE-Fördergebiete bei Größe, Fördervolumen, personeller Ausstattung und Mittelabfluss erheblich unterscheiden, sieht der Senat keinen grundsätzlichen Handlungsbedarf.
Dr. Kaja Steffens, bezirkspolitische Sprecherin der CDU-Bürgerschaftsfraktion, kritisiert: „RISE lebt von der Arbeit der Bezirke. Sie entwickeln Projekte, steuern die Umsetzung und tragen die Verantwortung vor Ort. Umso wichtiger ist es, dass der Senat sie mit transparenten Strukturen, vergleichbaren Kennzahlen und einem wirksamen Controlling unterstützt.“
Besonders auffällig ist aus Sicht der CDU der umfangreiche Einsatz externer Projektsteuerungen, Beratungsleistungen und Gutachten. Gleichzeitig sieht der Senat nach eigener Auskunft keine personellen oder organisatorischen Defizite und hat einen möglichen zusätzlichen Personalbedarf nicht untersucht. Für die CDU stellt sich deshalb die Frage, ob die Bezirke bei der Umsetzung komplexer RISE-Projekte ausreichend unterstützt werden.
Für Altona gewinnt diese Diskussion zusätzlich an Bedeutung: Seit dem 25. August 2026 ist Altona-Nord offiziell neues RISE-Fördergebiet. Damit eröffnet sich eine große Chance, öffentliche Räume, soziale Infrastruktur und den Zusammenhalt im Quartier nachhaltig zu stärken. Gerade deshalb kommt es darauf an, dass Fördermittel zielgerichtet eingesetzt, Projekte nachvollziehbar gesteuert und Fortschritte transparent gemacht werden.
Dr. Kaja Steffens fordert deshalb eine stärkere Unterstützung der Bezirke bei Steuerung und Controlling, vergleichbare Kennzahlen für die RISE-Fördergebiete, eine systematische Erfassung von Projektverzögerungen sowie mehr Transparenz über Mittelabfluss, Projektfortschritt und den Einsatz externer Beratungs- und Steuerungsleistungen.
„RISE bietet große Chancen für unsere Stadtteile. Damit diese Chancen bestmöglich genutzt werden können, brauchen die Bezirke eine verlässliche Datengrundlage und transparente Steuerungsinstrumente. Gerade mit Blick auf das neue Fördergebiet Altona-Nord müssen wir sicherstellen, dass öffentliche Mittel zielgerichtet eingesetzt werden und erfolgreiche Ansätze auch auf andere Quartiere übertragen werden können“, so Dr. Kaja Steffens.
