Was mit einer Diskussion im Ortsverband Blankenese begann, wurde nun auf dem Bundesparteitag in Stuttgart beschlossen: Auf Idee und Initiative von Lasse Burchard, einem der jüngsten Mitglieder der CDU Blankenese, wird sich die CDU Deutschland nun dafür einsetzen, dass nicht nur akademische, sondern auch berufliche Weiterbildung durch den Bund gefördert werden kann.

Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels, insbesondere in technischen und handwerklichen Berufen, ist eine stärkere Förderung beruflicher Talente von besonderer Bedeutung. Hochqualifizierte Fachkräfte tragen Verantwortung in ihren Betrieben, bilden Nachwuchs aus und sind eine zentrale Stütze des Mittelstands als Rückgrat unserer Wirtschaft. Gleichzeitig ist es ein Gebot der Bildungsgerechtigkeit, die Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung weiter zu stärken.

Der Bundesparteitag in Stuttgart hat die Öffnung der Bundesförderung für berufliche Weiterbildung durch begabtenfördernde Stiftungen beschlossen. Damit wird ein wichtiger Schritt hin zur stärkeren Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung umgesetzt. Kern des Beschlusses ist die Weiterentwicklung der Förderrichtlinien.

Bislang war es den begabtenfördernden Stiftungen aufgrund einer Regelung des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt weitestgehend nicht erlaubt, Personen in der beruflichen Weiterbildung zu fördern. Mit der nun angestoßenen Öffnung soll diese Möglichkeit geschaffen werden, sodass künftig begabte Auszubildende sowie berufliche Talente etwa im Meisterkurs, bei Technikerqualifikationen oder beim Betriebswirt des Handwerks stärker unterstützt werden können. Die Umsetzung bleibt für die Stiftungen freiwillig.

Gleichzeitig soll die Rolle der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung als zentrale Institution für die Förderung beruflicher Weiterbildung weiter gestärkt werden.

Der Antrag hatte seinen Ursprung im Ortsverband Blankenese, wurde anschließend auf Landesebene von der CDU Hamburg beraten und fand schließlich Zustimmung auf Bundesebene. Dass der Weg von der ersten Idee bis zum Beschluss auf dem Bundesparteitag in weniger als einem halben Jahr gelang, zeigt, dass gute Argumente und persönliches Engagement in unserer Demokratie belohnt werden.

Mit dem Parteitagsbeschluss ist nun der politische Rahmen gesetzt. Lasse Burchard wird sich auch weiterhin dafür einsetzen, dass die beschlossenen Änderungen zügig in die praktische Umsetzung gelangen und die zuständigen Stellen auf Bundesebene, insbesondere im weiteren Verfahren, die notwendigen Schritte einleiten. Ziel bleibt es, die berufliche Bildung nachhaltig zu stärken und zusätzliche Entwicklungschancen für leistungsstarke Fachkräfte zu schaffen.

Der Antrag ,,Öffnung der Bundesförderung für berufliche (Weiter-) Bildung durch begabtenfördernde Stiftungen“  lässt sich auf Seite 431 nachlesen.