Hamburg braucht dringend mehr Wohnraum – doch das Ziel von 10.000 neuen Wohnungen pro Jahr wird seit Jahren deutlich verfehlt. Gleichzeitig verändern sich die Anforderungen an Gewerbeflächen: Manche Standorte liegen seit Jahren brach, weisen erhebliche Leerstände auf oder werden nur noch eingeschränkt genutzt. Eine Potenzialanalyse des Bezirksamts Altona hat allein dort 29 nicht- oder untergenutzte Gewerbestandorte identifiziert, von denen mehrere Entwicklungspotenzial für gemischt genutzte Quartiere bieten.
Anke Frieling fordert deshalb in der Bürgerschaft eine stadtweite Bestands- und Potenzialanalyse. Ziel ist es, systematisch zu prüfen, welche untergenutzten Gewerbeflächen sich für urbane Quartiere mit ergänzendem Wohnungsbau eignen und wo durch Nachverdichtung oder eine flächeneffizientere Nutzung zusätzliche Potenziale erschlossen werden können. Dabei sollen ausdrücklich auch Nutzungen wie Handwerk, urbane Produktion, Dienstleistungen und soziale Einrichtungen mitgedacht werden. So können dringend benötigte Wohnungen entstehen und lebendige, gemischt genutzte Quartiere entwickelt werden.
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