Das Hamburger Welcome Center (HWC) soll internationale Fachkräfte beim Ankommen in Hamburg unterstützen und Verfahren rund um Aufenthalt und Arbeit zentral bündeln.

Die Auswertung einer Schriftlichen Kleinen Anfrage von Andreas Grutzeck zeigt: Die Abläufe im Hamburg Welcome Center (HWC) haben sich zuletzt leicht verbessert – bleiben aber insgesamt unbefriedigend.

So lagen die Bearbeitungszeiten für Verlängerungen und Niederlassungserlaubnisse Anfang 2026 noch bei bis zu 243 Tagen, selbst im März weiterhin bei über 100 Tagen. Gleichzeitig ist das HWC personell nicht voll besetzt, und die Zahl der offenen Vorgänge ist zuletzt weiter gestiegen. Allein die Erstberatung bei der Zentralen Anlaufstelle Anerkennung (ZAA) geht inzwischen mit 18 Arbeitstagen vergleichsweise schnell.

Ein wesentlicher Grund für die Verzögerungen: Erst Ende 2025 wurden zahlreiche Altbestände zentral digital erfasst – mit entsprechenden Auswirkungen auf die Bearbeitungsdauer. Auch grundlegende Prozesse, etwa bei der digitalen Antragstellung, sind noch nicht ausreichend entwickelt.

Gleichzeitig wird deutlich: Verfahren müssen einfacher, schneller und verlässlicher werden. Gerade im Wettbewerb um internationale Fachkräfte darf Verwaltung kein Hindernis sein. Digitalisierung muss Abläufe beschleunigen – ohne neue Hürden aufzubauen.

Das Hamburg Welcome Center ist ein zentraler Baustein für Arbeitsmarkt und Teilhabe. Entscheidend wird sein, ob aus ersten Verbesserungen nun dauerhaft funktionierende Strukturen entstehen.

Foto: Michael Stanzer