Mobilität ist Voraussetzung für Teilhabe. Umso wichtiger ist es, dass der öffentliche Nahverkehr für alle Menschen gleichermaßen nutzbar ist – auch für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste.

Ein aktuelles Problem zeigt sich dabei im Alltag vieler Nutzerinnen und Nutzer: Wer mit Rollator oder Rollstuhl in den Bus einsteigt, nutzt aus gutem Grund die mittlere Tür. Der barrierefreie Einstieg ist hier möglich – der Zugang zur Nutzung der Prepaid-Karte jedoch oft nicht. Die entsprechende Geräte befinden sich ausschließlich im Frontbereich. Für Betroffene ist es häufig kaum möglich, sich sicher dorthin zu bewegen.

Die Folge: Ein eigentlich barrierefreies System endet im Alltag an vermeidbaren Hürden.

Mit einem Antrag setzt sich Andreas Grutzeck dafür ein, den Fahrscheinerwerb im Bus barrierefrei auszugestalten. Ziel ist es, praktikable Lösungen zu prüfen – etwa zusätzliche Geräte im mittleren Einstiegsbereich oder vereinfachte Verfahren für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste.

Klar ist: Wer barrierefrei einsteigen kann, muss auch barrierefrei zu einem Fahrschein kommen können. Nur so wird Teilhabe im Alltag wirklich möglich.