Während andere Standorte mit Milliardenförderungen Großprojekte stemmen, muss Hamburg bei der Science City nun ohne diesen Rückenwind auskommen. Das Ergebnis: schleppende Zeitpläne, die das ganze Ausmaß der verpassten Gelegenheit offenbaren. Der Fertigstellungsdruck eines Olympia-Termins fällt weg, mit den ersten fertigen Wohnungen ist nicht vor 2033 zu rechnen. Die vollständige Fertigstellung des Quartiers zieht sich bis in die späten 2040er-Jahre. Eine Generation muss warten, während die Wohnungsnot in Hamburg längst akut ist.

Besonders bitter: Auch die dringend notwendige S-Bahn-Anbindung der Science City – ein Schlüsselprojekt für die verkehrliche Erschließung des gesamten Areals – hätte von Olympia-Fördermitteln profitieren können. Stattdessen muss diese Infrastruktur nun ohne den zusätzlichen finanziellen Spielraum gestemmt werden, ob die S6 jemals kommt, steht nun wieder in den Sternen.

Der Senat hält zwar formal an seinen Planungen fest – doch die Antwort auf die Anfrage offenbart, dass Hamburg sich mit dem Olympia-Nein eine historische Chance auf beschleunigte Stadtentwicklung und üppige Bundesförderung selbst genommen hat. Umso dringender ist es jetzt, dass der Senat die schleppenden Planungs- und Genehmigungsverfahren  beschleunigt und die Science City mit dem nötigen Druck vorantreibt.

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