Die Anforderungen an den Bevölkerungsschutz haben sich grundlegend gewandelt. Ob Cyberangriffe auf unsere Infrastruktur, militärische Bedrohungen in Europa oder die Folgen des Klimawandels – Hamburg muss vorbereitet sein. Mit dem Konzept „Resiliente Metropole 2028“ hat die CDU einen Fahrplan vorgelegt, um die Handlungsfähigkeit unserer Stadt in Krisenzeiten zu garantieren. Das Konzept umfasst zwölf zentrale Handlungsfelder:

• Sicherheit beginnt zu Hause – Verantwortung stärken
Resilienz beginnt im Alltag. Wir wollen das Sicherheitsbewusstsein stärken, Eigenvorsorge gezielt fördern und verständliche, barrierefreie Informationsangebote schaffen. Wer vorbereitet ist, handelt im Ernstfall besonnener und entlastet staatliche Strukturen.

• Warnungen verständlich senden – schnell, eindeutig, verlässlich
Im Krisenfall zählt jede Minute. Digitale Warnsysteme wie Cell Broadcast und Warn-Apps müssen mit analogen Strukturen verzahnt werden. Klare Zuständigkeiten, regelmäßige Übungen und ein jährlicher Hamburg-Warntag sorgen für Verlässlichkeit.

• Katastrophenschutz-Leuchttürme etablieren
Bei Strom- oder Netzausfällen braucht es Anlaufstellen in allen Stadtteilen. Diese Leuchttürme sollen mit Notstrom, Kommunikationsmitteln und medizinischer Grundausstattung ausgestattet sein und als sichtbare Orientierungspunkte dienen.

• Bildung und Übungen stärken
Zivilschutz ist eine Bildungsaufgabe. Selbstschutz und Erste Hilfe gehören in Schulen, regelmäßige Krisenübungen in Verwaltung und Wirtschaft. So schaffen wir Handlungssicherheit, bevor der Ernstfall eintritt.

• Schutzräume reaktivieren und ausbauen
Hamburg verfügt derzeit über keine einsatzfähigen öffentlichen Schutzräume mehr. Wir wollen geeignete Anlagen erfassen, reaktivieren und bei Neubauten Schutzinfrastruktur systematisch mitdenken.

• Versorgungssicherheit garantieren
Energie, Wasser, Lebensmittel, Medikamente und Kraftstoff müssen auch bei großflächigen Ausfällen verfügbar bleiben. Dafür braucht es Redundanzen, Notstromkapazitäten, gesicherte Tanklogistik und einen konsequenten Schutz kritischer Infrastruktur.

• Agrarwirtschaft integrieren
Landwirtschaftliche Betriebe sind Teil der Kriseninfrastruktur. Ihre logistischen und regionalen Ressourcen müssen strukturiert erfasst und in die Krisenkoordination eingebunden werden.

• Gesundheitsversorgung im Ernstfall sichern
Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Praxen benötigen Notstrom, redundante IT-Strukturen und klare Koordinierung. Medizinische Reserven und regelmäßige Großschadensübungen stärken die Durchhaltefähigkeit des Systems.

• Handlungsfähige Verwaltung gewährleisten
Der Staat muss auch im Ausnahmezustand funktionieren. Digitale Ausweichstrukturen, analoge Rückfallebenen und gesicherte Expertise bei Polizei und Feuerwehr sichern die Entscheidungsfähigkeit.

• Ehrenamt stärken
Freiwillige Feuerwehren und Hilfsorganisationen sind tragende Säulen des Bevölkerungsschutzes. Bessere Koordination, verlässliche Freistellungsregelungen und Wertschätzung sind zentrale Voraussetzungen.

• Heimatschutz ausbauen
Hybride Bedrohungen erfordern eine enge Abstimmung zwischen zivilen und militärischen Akteuren. Klare Koordinierungsstrukturen und gemeinsame Übungen erhöhen die Reaktionsfähigkeit.

• Moderne Gefahren erkennen und abwehren
Cyberangriffe, Drohnen und digitale Sabotage verlangen moderne Detektionssysteme und eine resiliente digitale Infrastruktur. Hamburg soll Innovationspartnerschaften nutzen, um technologisch vorbereitet zu sein.

Hamburg soll bis 2028 zur Sicherheitsmetropole des Nordens werden – mit starker Grundversorgung, leistungsfähigen Einsatzkräften, einer handlungsfähigen Verwaltung und einer solidarischen Stadtgesellschaft.

Das Konzept findet sich hier