Franz Robert LiskowAn unserem digitalen Stammtisch am 27. Mai 2021 durften wir dieses Mal mit Franz-Robert Liskow, den Parlamentarischen Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion in Mecklenburg-Vorpommern begrüßen. Dabei konnten wir durch den Impulsvortrag von Herrn Liskow einen sehr guten Überblick über die Situation der Union in Mecklenburg-Vorpommern, aber auch in den anderen neuen deutschen Bundesländern erhalten.

In Mecklenburg-Vorpommern wird dieses Jahr, zeitgleich zur Bundestagswahl, ebenfalls ein neues Landesparlament gewählt. Dies stellt die Union in MV vor große Herausforderungen, da die inhaltliche Positionierung in bestimmten Themenbereichen teilweise pointierter sein muss als auf Bundesebene. In allen neuen Bundesländern, die nach der deutschen Einigung 1990 gegründet wurden, also Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg, aber auch Mecklenburg-Vorpommern, gibt es sehr starke Ränder sowohl auf der linken, als auch auf der rechten Seite.

So zeigt das Beispiel Thüringen nach der letzten Landtagswahl, in welch großen Schwierigkeiten die Union – als letzte große Volkspartei der Mitte – ist. Durch den Unvereinbarkeitsbeschluss der Union sowohl mit der Linkspartei als auch mit der AfD ist die Bildung einer Koalition kategorisch ausgeschlossen, da beide Parteien zusammen über 50% der Wählerstimmen auf sich vereinen. Diese grundsätzliche Gefahr besteht auch in allen anderen neuen Bundesländern, weshalb die Union langfristig überlegen müsse, wie sie mit dieser Situation umzugehen gedenkt.

Unser Referent gab auch zu bedenken, dass aus seiner Sicht inzwischen die Inhalte nicht mehr so wichtig seien wie die Personen, die diese vertreten müssten. Dies sei eine traurige Entwicklung, die man als Partei jedoch ernst nehmen müsse. Jedoch sei Armin Laschet als Kanzlerkandidat der Union nun der richtige Kandidat, um wirklich alle Strömungen der Partei zu vereinen und um sich herum ein Team zu bilden, dass alle Stärken einer Volkspartei verkörpert. Hier sei die Einbindung von Friedrich Merz in das Kompetenzteam als gutes Beispiel genannt.

Alles in allem war der Austausch für die Mitglieder der Jungen Union sehr aufschlussreich und wir freuen uns schon darauf, wenn wir Herrn Liskow alsbald im Landtag von Schwerin besuchen kommen können.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen