Telefonhotline und Information JugendlicheKinder und Jugendliche leiden bei uns im Bezirk unter den Auswirkungen der Corona-Schutzmaßnahmen – Bezirksmühlen mahlen viel zu langsam.

Der Schutz von Kindern und Jugendlichen ist der CDU Altona/Elbvororte ein wichtiges Anliegen. Seit Beginn der Corona-Pandemie versucht auch die CDU-Fraktion im Bezirk Altona auf die Notsituation von Kindern und Jugendlichen aufmerksam zu machen und zu veranlassen, dass Politik und Verwaltung ins Handeln kommen.

Die Sozialbehörde ziehen sich trotz der prekären Lage für viele Kinder und Jugendliche auf Statistiken und Verfahren zurück. So nimmt die Sozialbehörde mit Schreiben vom 16.07.2020 zu Fällen häuslicher Gewalt wie folgt Stellung:

Die Ergebnisse abgeschlossener Gefährdungseinschätzung […] werden dem Statistischen Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein monatlich übertragen, aber nur als Jahresangabe veröffentlicht. Daten für das Jahr 2020 stehen voraussichtlich ab Juli 2021 zur Verfügung. Weiter heißt es: „Im Ergebnis kann festgestellt werden, dass es im Zuge der COVID-19-Pandemie bislang noch keinen signifikanten Anstieg an Meldungen im Kontext häuslicher Gewalt gegeben hat.“

Was nicht gemeldet wird, findet nicht statt? Das Gegenteil ist der Fall. Die Dunkelziffer für häusliche Gewalt und Kindeswohlgefährdung wird gestiegen sein müssen. Familienmitglieder verbringen aufgrund der pandemischen Beschränkungen zwangsweise mehr Zeit miteinander. Neben dem Wegfall bzw. die Reduzierung des schulischen Präsenzunterrichts, der Freizeitaktivitäten und der sozialen Kontakte, werden die stabilisierenden und diagnostischen Angebote der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Familienberatung nur noch sehr begrenzt angeboten. Nur 60% der einzuschulenden Kinder wurden 2020 schuleingangsärztlich untersucht. Behörden und Unterstützende bekommen die jungen Menschen schlichtweg seltener zu Gesicht und bemerken Fälle häuslicher Gewalt so nicht.

Die CDU-Fraktion mag nicht länger warten und veranlasste ein Schreiben an das Bezirksamt aus dem nun ein regulärer Antrag im JHA erfolgen wird, dass Kinder und Jugendliche sofort vereinfachten Zugang zu bestehenden Unterstützungsangeboten erhalten, indem…

  1. diese plakatiert werden
  2. bestehende Flyer an öffentlichen Orten mehrsprachig und in einfacher Sprache ausgelegt werden
  3. durch QR-Codes ergänzt werden und
  4. die existierende Notfallnummer des Kinder- und Jugendnotdienstes gebührenfrei gestellt wird.

Eine günstige, schnell umzusetzende und pragmatische Forderung, möchte man meinen.

Mit Bestürzen und Unverständnis müssen wir feststellen, dass das Parlament seinem Namen alle Ehre macht. Es parliert lediglich. Statt sich diesen einfachen, auf schnelle Hilfe abzielenden Forderungen anzuschließen, wurde die Sache bereits zum zweiten Mal verwiesen und Beratungsbedarf angemeldet. Auch der Apell, dass in jeder Minute Kinder und Jugendliche auf Hilfe angewiesen sind, verhallte wirkungslos. Wir werden nicht müde, uns weiter für das Wohl unseres Nachwuchses einzusetzen und so viel Wasser auf die Mühlen der Bezirkspolitik zu gießen, bis sie die Fahrt aufnehmen, die unsere Kinder und Jugendlichen verdient haben.

Für Rückfragen stehen Gabriele von Stritzky und Antje Müller gern zur Verfügung.

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